Ich freue mich darauf hinzuweisen, dass dieses Werk 2021 in Süd Korea in koreanischer Übersetzung erschienen ist. Der Verlag heißt

 

Global Contents Publishing Group

Adresse: 87-6 Poongsung-ro, Gangdong-gu, Seoul, KOREA


http://www.kyobobook.co.kr/product/detailViewKor.laf?ejkGb=KOR&mallGb=KOR&barcode=9791158523213&orderClick=LAG&Kc=

 

Wie kam es dazu

Herr Professor Jai Myoung-Kim war einmal Leiter eines Instituts Deutsch für Ausländer in Süd Korea und hat mein Werk "Das Werden der Völker in Europa" in einer Bibliothek entdeckt. Er war so begeistert davon, dass er es ins Süd Koreanische übersetzte. Lange suchte er einen Verlag, der dieses Buch verlegen sollte. Schließlich fand sich Global Contents Publishing Group, ein Verlag in Süd Korea, der das Buch in sein Programm aufnahm. Ich wurde über EYA (Eric Yang Agency) angeschrieben und über das Vorhaben informiert. Zuerst war ich skeptisch, ob es sich um eine Spam Mail handelt; denn ich bekomme laufend Anfragen von unseriösen Stellen. Aber bereits die Anrede und Aufmachung der E-Mail waren vertrauenserweckend. Eine Suche auf der Teilnehmerliste bei der Frankfurter Buchmesse ergab dann, dass es sich tatsächlich um eine Agentur für Autoren und Verlage handelte, die ihren Sitz in Süd Korea hat.

Die Abläufe verzögerten sich, weil die ganze Angelegenheit in die Corona Krise fiel. Aber Bilder und Text wurden nach Süd Korea übermittelt, und der Verlag ging an Layout und Satz. Herr Professor Jai Myoung-Kim war sehr gewissenhaft und fand noch einige Fehler in meinem Werk. Diese wurden berichtigt, Unsicherheiten geklärt und alle Errata, die auf meiner Website angegeben sind, berücksichtigt. Die Übersetzung dürfte also besser sein als das Original.

Warum gerade Süd Korea? Das fragte ich mich auch anfangs. Aber ich stellte bald fest, dass Süd Korea mit Deutschland sehr gute freundschaftliche Beziehungen pflegt. Man ist dort sehr deutschfreundlich, so wie wir dieses Land wegen der großen Disziplin der Bewohner bewundern, speziell im Falle der Coronazahlen, die dort sehr niedrig waren und sich schnell verringerten.

Hier eine kleine Anekdote meiner Begegnung mit den Süd Koreanern

Ich hatte während meiner Zeit, in der ich als Gasthörerin an der Uni München für mein Werk zu recherchierte, ein sehr schönes Erlebnis mit den Süd Koreanern. Ich aß damals oft in einer kleinen Garküche unweit der Uni. Das Essen war schmackhaft und preiswert. Als das große Fußballspiel Süd Korea gegen Deutschland übertragen wurde, stand dort in dem kleinen schmalen Lokal ein Fernsehen am hinteren Ende des Ganges und wir alle verfolgten dicht gedrängt das Spiel. Die Süd Koreaner hatten sich alle in rote T-shirts gekleidet und die Landesflagge auf die Wangen gezeichnet. Als nun die deutschen Spieler einen gelungenen Angriff durchgeführt hatten, wurde von Seiten der Koreaner applaudiert, obwohl es ja zu ihrem Nachteil war. Das war neu für uns. Schnell applaudierten auch wir Deutschen, wenn den Süd Koreanern ein Coup gegen uns gelang. Für mich war es eine große Erfahrung der Fairness. Daran könnten sich alle Fußballfans ein Beispiel nehmen; denn Fußball ist kein Krieg, sondern ein Spiel. Soviel zur Mentalität dieser wunderbaren Menschen in Süd Korea.